meine bisherigen Erfahrungen mit der Gran Milano

  • #1

    Hallo,
    ich will hier ein kleines Fahrtenbuch zu meiner Gran Milano erstellen. Es soll dem Erfahrungsaustausch der kleinen SWM-Gemeinde dienen.
    Gekauft habe ich das Motorrad im Februar 2019 zm Schnäppchenpreis von 3.400 €, ohne allerdings eine Probefahrt gemacht zu haben. Die dürftigen Infos habe ich von einem Händler vor Ort oder aus dem Netz mühsam zusammengesucht. Ich wusste, dass ich mich einlasse auf: Die Nachteile eines neu am Markt befindlichen Produktes, ohne die Qualität einschätzen zu können. Die Marke ist am Markt nicht gefestigt, wie lange kann sie sich halten? Garantie ist bis Oktober 2020 gegeben, kann ich mich darauf verlassen?
    Letztlich habe ich wegen des geringen Preises zugeschlagen - selbst wenn es ein Reinfall wird, habe ich nicht sehr viel verloren.
    Meine erste Fahrt hab ich Ende Februar gemacht. Der allererste Eindruck war nicht besonders. Das Motorrad war erst ab 4.500 U/min im fünften und 4.000 U/min im vierten Gang fahrbar, darunter ruckelte es stark. Ich habe schon mehrere Motoren eingefahren, aber so rappelig benahm sich noch keiner. Oje oje. Ich wollte ein Wochenende fürs Einfahren nutzen - zwei Tage mit je 400 Km. Nach 60 Km viel das linke Federbein aus. Die Verschraubung von der Kolbenstange zur unteren Aufnahme hat sich einfach gelöst. Mit der Hilfe zweier freundlicher Motorradfahrer haben wir das Federbein zusammenschrauben und wieder einbauen können. Ab Werk hat man die Verschraubung nur einen oder zwei Gewindegänge eingedreht. Glücklicherweise ist der Federteller nicht verloren gegangen, lag einfach brav auf der Schwinge. Mein Vertrauen war erst einmal geschwunden, gut dass ich Werkzeug mitgenommen hatte. Ich bin am ersten Tag nicht schneller als 100 Km/h gefahren, schön mit wechselnder Drehzahl auf der Landstraße, wie es sich für´s Einfahren gehört. Nach 200 Km mal Öl kontrolliert - alles im grünen Bereich. Nach 400 Km vollgetankt - 4,2 l/100 Km - alles eher im Bummeleinfahrmodus. O.K. das sollte nach dem Einfahren noch weniger werden. Am zweiten Tag weitere 400 Km gefahren, keine Zwischenfälle mehr und der Motor wurde schon freier, rappelte weniger und ich ging kurzzeitig auch mal an die 6.000 U/min. Ein weiteres mal Tanken mit 4.0 l/100 Km - immer noch eher langsam gefahren.
    Mein Fazit für das Wochenende war weiter: Für das geringe Gewicht und die Ausmaße hätte ich mehr Handlichkeit erwartet. Die Frontbremse ist sehr gut, mit das Beste was ich bisher kennen gelernt habe. Die hintere ist für meinen Geschmack zu giftig, könnte passiver sein. Die Golden Tyre Reifen haben Grip, aber sonst keine zuverlässige Performance. Ich bin mit 187 cm ein wenig zu groß - für mich sollten die Fußrasten 2 bis 3 cm weiter hinten liegen und der Einzelsitz ebenfalls 2 bis 3 cm länger sein. Der Knieschluss ist sehr breit, was am breiten Tank liegt, der aber Reichweiten von mind. 500 Km bietet. Die Tankleuchte ist bei Sonne nicht zu erkennen. Der Tacho und Kilometerzähler ist sehr genau. Der Lack auf dem Tank scheuert von der Tanktasche und den Knien leicht ab. Eine Nanobeschichtung könnte helfen. Die Spezialisten versprechen da viel, hab ich keine Erfahrung mit.
    Bei 1.000 Km war die erste Inspektion fällig. Der Händler liegt 60 Km von mir entfernt. Er sagte, dass die aktuelle Software aufgespielt war, es keine Besonderheiten gab, das Ventilspiel sei optimal gewesen - bezahlt habe ich 141,86 €. Sobald die Garantie abgelaufen ist, werde ich die Wartung selbst übernehmen können.
    Weitere Besonderheiten:
    Bei Km 1.200 ging mir die Luft im Vorderreifen aus. Die Reifenbude sagte, dass der Schlauch doppelt lag und sich aufscheuerte. Entweder bei der Montage geschlampt oder mal platt gestanden! Einen neuen Schlauch eingezogen - 35 €. Garantie anzumelden war mir zu aufwendig und hätte wahrscheinlich keinen Erfolg gehabt.
    Der linke Bliker setzte bei KM ca. 1.500 häufiger aus. Den Fehler habe ich letztlich nicht genau ausfindig machen können, lab aber im Bereich Armatur auf dem Weg ins Lampengehäuse. Vielleicht ein Kombiestecker mit einem schief sitzenden Innenstecker - hoffentlich kein Kabelbruch. Ist bis jetzt nicht wieder aufgetreten.
    Reifenwechsel bei Km 2.000. Der hintere Golden Tyre war runtergritten, demnach können die Koreaner Grip nur in Verbindung mit viel Verschleiß. Ich habe Michelin Pilot Power 2CT aufziehen lassen. In der Reifenbude wurde festgestell, dass auch der hintere Schlauch doppelt lag und bald zum Platten geführt hätte. Der hintere Schlauch war definitiv zu groß, konnte gar nicht knitterfrei montiert werden - Murks ab Werk. Es war ein Michelin-Schlauch, vermutlich nicht in China, sondern in Italien montiert. Im Nachhinein kann ich es nicht mehr feststellen, aber vermutlich war der vordere Schlauch auch zu groß. Ich finde das ist ein großes Sicherheitsrisiko und darf nicht vorkommen!!
    Weitere Tankfüllungen haben 4,0 l/100 km ergeben, bei zügigerer Fahrweise und heute 3,77 l/100 Km mit 516 Km und 19,45 l. Damit wär Münster - Berlin mit einer Tankfüllung möglich!!
    Ich habe jetzt ca. 2.500 Km auf dem Tacho. Das Fahren macht Spaß - auch wenn der Motor "nur" 30 PS hat, ist er vom Charakter schön lebendig zu fahren, am besten zwischen 4- und 6-tausend Umdrehungen. Die Straßen sollten nicht zu breit/gerade sein. Das Getriebe schaltet gut, die Kupplung trennt immer sauber und berechenbar. Heute bei über 30 Grad hatte ich das Gefühl, dass die Ventile ein wenig zu laut klapperten - ob das Öl (10 W 40) zu "dünn" ist? Mal sehen, welche Überraschungen das Moped noch für mich bereit hält. Vielleicht waren die ersten Wehwechen auch anfängliche Schwierigkeiten, die sich im Laufe unserer Beziehung noch legen werden. Ich bin gespannt und werde hier weiter schreiben.
    Beste Grüße, Peter

  • #2

    Hallo Peter,


    ein sehr schöner ausführlicher Bericht.


    Ich möchte Dich und die SWM-Gemeinde beruhigen und hier mal die Fehler und Mängel eines Motorrads präsentieren, das von einem der angeblich besten Hersteller der Welt produziert wird, der neuen Africa Twin von Honda. Es soll nur aufzeigen, dass alle Hersteller dem Preisdruck unterlegen sind und immer mehr sparen müssen. Fehler wird es immer geben, kleine und große.


    Aus dem Africa Twin Forum kopiert:


    Zitat:
    01 linke Schalterarmatur ausgetauscht (hängender SET-Taster) = 43 (6)
    02 Griffheizung (komplett bzw. Relais/Steuergerät getauscht) = 20
    03 Ölleck am Motor behoben. Lag wohl einer nicht ganz festgezogenen Schraube.
    04 Lackabplatzer am Tank, Tank getauscht =2
    05 Lackschaden an der Gepäckbrücke, getauscht = 6 (3)
    06 Griffheizung defekt (komplett getauscht) = 2
    07 Tachoabweichung reklamiert noch keine Antwort = (2)
    08 Seitenständer verbogen, getauscht = 3
    09 Bremslicht-Armatur wackelt, getauscht = 1
    10 Spannungsriss in rechter Verkleidung, getauscht = 1
    11 Batterie defekt - ausgetauscht = 3
    12 beide Räder getauscht , verrostete Speichen = 22 (4)
    13 Lenkergewichte getauscht, Eloxierung mangelhaft = 2 (2)
    14 Trippmaster Fernsteuerung durchgebrannt (in Klärung)/Nässeschaden = 4
    15 Hinteres Laufrad getauscht (vorn war ok), verrostete Speichen = 3 (3)
    16 Luftblase unter Aufkleber linkes/rechtes Seitenteil - getauscht = 2
    17 Lackfehler am vorderen Motorrahmen - nachlackiert = 2
    18 Federbein erneuert, da unterdämpft = 1
    19 VR Felge Höhenschlag, Speichen teilweise nicht einstellbar - Felge wird neu eingespeicht = 3
    20 Ölleck zwischen Motor u DCT, Kupplungsdeckel getauscht = 3
    21 Wasserpumpe undicht = 3
    22 HR Speichen Verfärbung / Korrosion - werden getauscht (wenn sie wieder mal lieferbar sind !) = 4 (2)
    23 Tripmaster verliert Spannung = 1 (Status: erledigt)
    24 Kühlwasserleck (auf der rechten Seite des Kurbelgehäuses) = 7
    25 Rost am Tankeinfüllstutzen = (1)
    26 Federbein knackst spürbar = 1 (erledigt: von selbst gekommen, von selbst gegangen)
    27 Killschalter ersetzt = 5 (1)
    28 2 x Mittlere Zündkerzenstecker ( Fehlzündungen in den Luftfilter ) = 1
    29 bei den goldenen Felgen ist an der Schweißnaht des Felgenrings die eloxierung nicht deckend = 4 (3)
    30 Kühlwasserleck (auf der linken Seite des Kurbelgehäuses) = 2
    31 Ölleck behoben. (am Motor links, an der Kabeldurchführung zur LiMa) = 1
    32 Lenkkopflager erneuert = 1
    33 Lenkerschiefstand = 2 (1)
    34 Untere Windabweiser lösen sich und oberer Abweiser abgefallen, Kleber hält nicht = 2
    35 Wasserverlust am linken Kühler ( Schlauchschelle ? ) =2
    36 Zündkerzenstecker / Kabel / Zündspule getauscht (1Stück) Korrosion Grünspann = 1
    37 Reifenwuchtgewichte in/an Speichenenden lose & 1 fast verloren = 3
    38 quietschende Bremsen von Anfang an, Beläge getauscht - keine Besserung. Nun andere von Honda zugelassene Beläge - derzeit quietschfrei = 2
    39 Zündbox getauscht = 2
    40 hintere Kotflügelbefestigungsstrebe linker Gabelholm verbogen = 1 (wurde durch Garantietausch des linken Gabelholms gelöst)
    41 Seitenständerschalter gebrochen = 1
    42 Motor verbrennt über 1L Öl = 1 (Garantietausch neuer Motor)
    43 Zündschloss erneuert (bedeutet kompletter Schlosssatz) = 1
    44 Beide Gabelsimmeringe stark undicht, erneuert (inklusive den Bremsbelägen, diese wurden als Folgeschaden auch auf Garantie erneuert) = 3
    45 Rost am Kraftstofftank im Bereich der Schweißnähte, Tank getauscht = 1
    46 Radlager hinten rechts defekt/25600km = 1
    47 Rechte Schalterarmatur ausgetauscht (Startschalterprobleme) = 14 (5)
    48 Kettenblatt oxidiert 1
    49 DCT Sensor Überwurfmutter verrostet 1
    50 Lackschaden (blättert ab) rechte Soziusfußraste = 1
    51 Bremsscheibe hinten ungleichmäßiges bremsen = 1
    52 Leerlauf-Stellmotor defekt, getauscht (bei KM 42.895) = 1
    53 Scheibenhalter an der Schweißnaht abvibriert = 3
    54 Hauptständer scheppert auf schlechten Pisten unerträglich = 1
    55 (Adventure Sports) ablösender Aufkleber rechte Tankverkleidung auf Garantie getauscht = 1
    56 Seitenverkleidung hinten rechts, Spaltmaß zur Rahmenschweißnaht <1mm = (1)
    57 Tankverkl. rechts, Spaltmaß zum Tank teilw. 1mm (Scheuergefahr) = 1
    58 Tank, Lackschaden (zwei Staubeinschlüsse) = 1
    59 Sitzbank, bleibende Querfalten auf Sitzfläche im vorderen Drittel = 1
    60 Blinker hinten, rechts Schraube verloren und durch heiße Abgase verschmort
    61 Koffer rechts zu viel Spiel, ersetzt durch neuen
    62 Linke Bedieneinheit innere Elektronik defekt Hupenschalter funktionierte nicht
    63 Rückruf Hauptständer = 3
    64 Sitzbank ersetzt wegen einer kleinen Unebenheit auf der Sitzfläche = 1
    65 Auffallendes Surren aus dem vorderen Bereich des Motors nach Abschalten durch Not-Aus und Seitenständer = 0 (1)
    66 (Adventure Sports) Roststelle am Tank, Komplettausch = 1
    67 Gabelsimmering Links defekt, Komplette Gabelseite(nicht nur Dichtung) wird morgen getauscht. Bei 1000km Inspektion festgestellt AS DCT


    Also. Alles gut. Weiterfahren ;)


    Curve

  • #4
    Zitat von eetarga

    Wenn man das von den Hondas liest, dann fragt man sich wo die letzten 25 Jahre Produktentwicklung geblieben sind...


    Ich hatte zuerst eine Honda NC750X und auch eine Honda Dax ST50 G von 1974. Beides echte Sahneschnittchen und die bis zuletzt gekannte Honda-Qualität. JEDER berichtete, dass so eine Honda das Beste vom Besten ist. Dann kaufte ich mir voller Vorfreude eine Africa Twin CRF1000:
    -hakelige Schaltung
    -siffende Wasserpumpe
    -Qietschgeräusch bei jedem Anlassen
    -Hoppelnde Front
    -Geisterleerläufe
    -schlimm verbaut
    -schwammig abgestimmt
    -schwer
    -"Holzreifen" ab Werk (Dunlop D610)
    -dünne Serienausstattung - vieles muss man noch dazu kaufen
    -usw.


    Als ich am Kabelbaum mal dran war las ich: Made in China. Da hat es mir endgültig den Appetit verdorben. Made in Japan ist ebenbürtig mit Made in Germany, vielleicht noch einen Tick besser. Das habe ich an der Honda gehofft (mit der Vorgeschichte und Kult um das Bike).


    Aber wenn man mal schaut, was das Ding gegenüber einer BMW GS kostet, weiß man, warum das so ist. Das merkt man dann halt leider auch. Die legendäre Honda-Qualität GIBT ES NICHT MEHR. Dazu kommen die horrenden Ersatzteilpreise und wie Honda mit Problemen umgeht. Da ist eine gewisse Überheblichkeit zu spüren.


    Es gibt trotzdem einen guten Absatz der Kiste und viele unzählige zufriedene Biker, die mit dem Ding überall hin fahren. Das ist ja auch in Ordnung. Für meine Ansprüche hat es nicht gereicht. Die Twin ist wie eine Kombizange - kann nichts richtig gut. Für das Gelände viiiel zu schwer, für die flotte Landstraßenfahrt zu schwammig. So richtig gut ist sie "nur" auf einem besseren Schotterweg. Würde ich aber nicht machen - mit den rostenden Speichen (die ersten waren kein Edelstahl) und nicht gepulverte Felgen. Für meinen Geschmack hat Honda das Motorrad vergeigt und ist am Ziel vorbeigeschossen. Unsere Superdual und die neue Tenere 700 finde ich gelungener. Das ist aber nur meine Meinung, weil ich diese ganzen Assistenzsysteme nicht brauche und für mich das Leistungsgewicht zählt. Wenn ich das im AT-Forum schreibe, würden die mich niedermachen...


    Curve

  • #5

    Meine Erfahrungen mit der GT 440 Euro 3, gekauft Oktober 2018, wird eigentlich erst richtig gefahren seit April 2019.






    Derzeitiger Kilometerstand ist nicht genau bekannt.
    Es müssten seit Anfang April 2019 ca. 3500 Kilometer sein.


    Vor dem Saisonstart habe ich eine neue Batterie eingebaut und das Windschild montiert.
    Beim 1000 Kilometer Kundendienst wurde
    -ein neuer Kettenschleifschutz
    -das neueste mapping
    -die Koffer
    -eine Steckdose
    -und der Navihalter mit Stromanschluss
    ein- bzw. umgebaut.


    Unregelmäßigkeiten:
    Bis zum Aufspielen des neuen mappings sehr ruppige Motorcharakteristik.
    Ausfall des Drehzahlmessers.
    Beim Kilometerstand von ca. 2700 springt der Gesamtkilometerstand beim Drücken der Taste des Tageskilometerzählers auf 1469.
    Anschließend stimmen die Kilometerangaben nicht mehr.
    Z.B. bei drei gefahrenen Kilometern addieren sich nur zwei Kilometer.


    Das Startverhalten hat sich im Laufe der Zeit wesentlich verbessert.
    Demnächst bekommt die GT noch einen Scottoiler.


    Bis jetzt bin ich mit der GT zufrieden.
    Es gibt zwar bequemere Sitzbänke aber auch lange Etappen gehen problemlos bei meiner Größe von 1.77 m.
    Das Windschild ist empfehlenswert.
    Das Fassungsvermögen der Originalkoffer ist sehr bescheiden.
    Der Verbrauch pendelt zwischen 3 und 4 Liter, je nach Fahrweise.
    Die serienmäßigen Michelin Reifen funktionieren einwandfrei.

  • #6

    Hallo Bemo,
    kann es sein, dass du mit dem "Nullen" deines Tachos unbeabsichtigt die Einheit von Kilometer auf Meilen verstellt hast. Tageskilometer zurücksetzen auf Null: kurz den Taster drücken
    Umstellen von Kilometer auf Meilen. Taster länger drücken.


    Ich finde die GT auch sehr schön. Zum Reisen und für den Alltag sicherlich besser geeignet als die Gran Milano. Koffer oder Taschen lassen sich besser anbringen, entspanntere Sitzposition... . Ich habe mich für die GM entschieden, weil ich bessere Bremsen und ein besseres Fahrwerk vermutete - einen Vergleich habe ich nicht.


    Beste Grüße, bis dahin,
    Peter

  • #7

    Hallo Peter,


    vielen Dank für deinen Hinweis mit der Umstellung auf Meilen.
    Vermutlich habe ich wirklich den Knopf zu lange gedrückt.
    Von der Möglichkeit der Umstellung auf Meilen wusste ich nichts.


    Es war aber auch egal, weil durch den defekten Drehzahlmesser das gesamte Element
    aus Drehzahlmesser und Tachoeinheit getauscht wurde.


    Ich habe auch keine Vergleichsmöglichkeit zwischen GM und GT.
    Mit der Bremse wirst du wohl recht haben.
    Die Vorderbremse der GT verzögert aber bremst nicht, die Hinterradbremse reagiert etwas giftig.


    Mit dem Fahrwerk der GT kann ich gut leben, wobei das Fahrwerk der Gran Milano besser sein wird.

  • #8

    Ich habe nun 4.600 Km gefahren und will hier weiter berichten.
    Das lange Wochenende habe ich nutzen können, um eine kleine Tour mit der G. Milano zu fahren. Hierzu hab ich die Doppelsitzbank montiert. Das ist ein bisschen Aufwand, weil die Bank mit zwei Schrauben, die schwer zugänglich sind, befestigt sind und das Rücklicht mit dem dazugehörigen Kabelbaum getauscht werden muss. Die selbstsichernden M8 Muttern der Sitzbank habe ich gegen normale Muttern mit Federringen getauscht - dauert dann nicht mehr so lang. Beim ersten mal 3/4 Stunde Arbeit - wenn man weiß wie es geht, wird´s schneller gehen.
    Auf die Sitzbank habe ich eine Gepäckrolle festgezurrt und für weiteres Gepäck die Tanktasche. So konnte ich Zelt, Isomatte, Schlafsack und Kochutensilien mitnehmen. Das Fahren wird hierdurch nicht beeinträchtigt.
    Die Sitzbank bietet mehr Platz, so kann ich weiter nach hinten rutschen. Da bemerk ich es nicht mehr so, dass ich eigentlich zu groß für das Moped bin.
    Ich bin am WE ca. 1.600 Km gefahren, habe zum ersten Mal 0,2 l Öl aufgefüllt (also ca. 0,2 l Öl auf 3.500 Km verbraucht!!!) So langsam finde ich richtig Gefallen an dem kleinen Moped. Auf kleinen Mittelgebirgsstraßen reicht die Leistung aus. Der Motor macht richtig Spaß und lässt einen glauben, dass er mehr als 30 PS hat. Die Reifen (Pilot Power) hatte ich jetzt mal ausnützen können - hinten steht noch ein "Angststreifen" von 5 bis 10 mm.
    Das Fahrwerk ist stabil und handlich und beim Rangieren/Wenden oder auf Schotterstraßen oder Wiesen ist es wunderbar ein so leichtes Motorrad zu fahren. Ich war schnell unterwegs und habe 3,47 bis 3,92 l/100 Km verbraucht. 550 Km mit einer Tankfüllung gehen immer. Nicht schön ist, dass das Moped nicht auf dem Seitenständer läuft. Eine Bastellösung, die den Schalter umgeht, will ich nicht. Die Schaltung müsste auf das Getriebe (Einlegen erster Gang) ausgelegt sein.
    Autobahn Fahren ist nicht schön, habe ich auf dem Heimweg ca. 150 Km gemacht, nervt aber. 100 bis 115 Km/h bin ich da gefahren, mehr wird für den Motor dauerhaft nicht so gut sein.
    Defekte gab es keine. Allerdings: Was ich gestern Abend gesehen hab, ist, dass der Spritzschutz für das Hinterrad, der hinter dem Öltank liegt, auf der Schwinge schleift. Den Spritzschutz (Kunststoff) sollte ich mal um 1 bis 2 cm kürzen, sonst scheuert es über viele tausend Kilometer bestimmt mal das Aluminium durch. Die Kette rappelt manchmal am Kettenschutz, da gehört wahrscheinlich noch eine Distanzscheibe unter der hinteren Befestigungsschraube. Ich bin auch im Regen gefahren, da saut es das Motorrad ordentlich ein. Der vordere Kotflügel ist aus optischen Gründen auch sehr kurz. Hinten wird das Rücklicht komplett zugedreckt - ist halt so. Ach ja, Batterie ist noch die originale drin, bislang keine Schwierigkeiten.
    Sonnige Grüße,
    Peter

  • #9

    Bei der Montage des Navihalters hatte der Schrauber das zu lange Kabel einfach bei den Sicherungen unbefestigt verstaut.
    Durch den permanente Druck der Kabel auf den Deckel sprang der Deckel ständig aus der Halterung.
    Nachdem ich das zu lange Kabel mit einem Kabelbinder befestigt hatte, musste ich nur noch den ausgeleierten Gummi ersetzen.
    Da ich sowieso in der Gegend war, holte ich bei Zupin einen neuen Gummi.
    Als mir der Verkäufer den unverpackten Gummi übergab war ich sehr überrascht.
    € --.25/ Stck.
    Da bin ich von meinen anderen Motorrädern normalerweise höhere Preise gewohnt.
    Bei BMW wäre wahrscheinlich der Gummi in eine große Verpackung gehüllt und der Gummi würde mindestens € 5.-- kosten.
    Das komplette Anzeigenelement, das bei mir auf Garantie getauscht wurde, kostet laut Werkstatt € 200.--.
    Der Kettenschleifschutz kostete gute € 40.--.


    Bei diesen Ersatzteilpreisen kann man im Vergleich zu anderen Herstellern nicht jammern.

  • SirWill

    Hat das Label Allgemein hinzugefügt
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